Schulzeit

Helmholtzalpin

Schularchitektur und Umgebung als Erinnerungstopographie.

Zwei Bilder zeigen das Helmholtz-Gymnasium nicht als Institution, sondern als Erinnerungstopographie: einmal beinahe arkadisch, einmal nüchtern am noch offenen Rand von Duisdorf.

Verfremdete Ansicht des Helmholtz-Gymnasiums in Bonn-Duisdorf
Helmholtzalpin: eine verfremdete, in ihrer Authentizität nicht gesicherte Schulansicht.

Die Authentizität dieser Ansicht ist nicht gesichert. Vielleicht hätte es so sein können: Schule als Kulisse, die Erinnerung und Bildfantasie näher zusammenrücken lässt, als es ein sachliches Gebäudefoto vermöchte.

Der freie Blick nach Lessenich

Helmholtz-Gymnasium in Bonn-Duisdorf Anfang der sechziger Jahre mit freiem Blick nach Lessenich
Das Helmholtz-Gymnasium Anfang der sechziger Jahre. Links das Haus von Dr. Wilhelm Schüttler; der Blick nach Lessenich ist noch frei.

Die prosaische Variante stammt vom Anfang der sechziger Jahre. Links steht das Haus von Dr. Wilhelm Schüttler, Oberstudiendirektor und Gründervater des Gymnasiums. Der Weg zur Schule ist noch nicht durch Tor und Zaun beeinträchtigt, die Bepflanzung zurückhaltend. Später haben die Pappeln den Blick längst verstellt.

Gerade diese unspektakulären Veränderungen prägen einen Erinnerungsort: Wege werden begrenzt, Bäume wachsen, Blickachsen verschwinden. Die Architektur bleibt erkennbar, doch die Umgebung, durch die man täglich auf sie zuging, ist eine andere geworden.

So ergänzen sich Fantasiebild und Dokument: Das eine zeigt die erinnerte Stimmung, das andere den tatsächlich überlieferten Schulweg.