Auszeichnung
Hannover, 16. Juni 2002 – TELEPOLIS, das Magazin der Netzkultur, aus dem hannoverschen Verlag Heinz Heise wurde am Vortag in der Kategorie Medien-Journalismus mit dem Online-Preis des Grimme-Instituts ausgezeichnet.
„Das gesamte TELEPOLIS-Team freut sich über diese Auszeichnung“, so Chefredakteur Florian Rötzer auf der Preisverleihung im Düsseldorfer Kunstpalast. Dabei bedankte er sich vor allem bei den vielen freien Autoren für ihre Mitarbeit an dem Online-Magazin.
Die Jury des Grimme-Instituts hatte aus über 1600 Vorschlägen der User 36 Angebote ausgewählt und in die Endausscheidung geschickt. Ausgezeichnet wurden die besten Internetauftritte in den Kategorien TV, Web-TV und Medien-Journalismus. Außerdem wurde der Förderpreis Medienkompetenz in den Unterkategorien Professionals und Newcomer vergeben.
Für die Kategorie Medien-Journalismus waren fünf Internetangebote nominiert. TELEPOLIS konnte sich gegen netzeitung.de, wunschliste.de, ddr-tv.de.vu und nachrichtenaufklaerung.de durchsetzen.
Begründung und Bedeutung von TELEPOLIS
Mit TELEPOLIS hat der Heise-Verlag ein digitales Forum für Kunst-, Kultur-, Wissenschafts- und Unterhaltungsangebote aus aller Welt geschaffen, das im deutschsprachigen Raum seinesgleichen sucht.
Seit der CeBIT 1996 bietet das Magazin der Netzkultur seinen Lesern kritische und hintergründige Berichterstattung rund um das World Wide Web, die sich stetig wachsender Beliebtheit erfreut. So konnte TELEPOLIS im Mai 2002 der IVW knapp fünf Millionen PageImpressions melden.
Redaktionelles Angebot
Vier bis fünf neue Beiträge zu Politik, Wissenschaft, Gesellschaft, Kunst, Musik, Buch und Online-Publishing veröffentlichte die Redaktion täglich im Aktuell-Teil.
Hinzu kamen regelmäßig Artikel zu Schwerpunktthemen wie Infowar, Biotechnik, Weltraum, Echelon oder libertärer Ideologie, die in der Rubrik „Specials“ zusammengefasst waren. Unter „Kolumnen“ fanden sich Beiträge renommierter Autoren zu ihren Spezialthemen, etwa Stadtentwicklung oder Aufmerksamkeitsökonomie. Im „Netzraum“ bot TELEPOLIS einen experimentellen Spielplatz an, der über journalistische Themen hinausging.
TELEPOLIS-Buchreihe
Seit dem Jahr 2000 erschien im Verlag Heinz Heise eine TELEPOLIS-Buchreihe. Die einzelnen Bücher konzentrierten sich auf jeweils ein TELEPOLIS-Thema und enthielten speziell in Auftrag gegebene Artikel anerkannter Fachjournalisten und Wissenschaftler aus dem internationalen Autorenkreis des Online-Magazins.
Bis zum Zeitpunkt der Pressemeldung waren erschienen:
- Vom Ende der Anonymität – Die Globalisierung der Überwachung, herausgegeben von Christiane Schulzki-Haddouti
- .EXE ungelöst – Die Axel-Files, Harald Taglinger
- Netzpiraten – Die Kultur des elektronischen Verbrechens, Armin Medosch und Janko Röttgers
- Spielplatz Computer, Konrad Lischka
- MedienTerrorKrieg – Zum Kriegsparadigma des 21. Jahrhunderts, herausgegeben von Goedart Palm und Florian Rötzer
Zum Grimme Online Award
Der Grimme Online Award, der sich als Definition von „Qualität im Netz“ verstand, wurde 2002 zum zweiten Mal verliehen. Die Jury prämierte Online-Angebote, die die spezifischen Möglichkeiten des Mediums Internet auf hervorragende Weise nutzten und in Form und Inhalt Vorbild für die Internet-Praxis waren.
Der Award Medien-Journalismus zeichnete herausragende Angebote im Bereich des Online-Journalismus aus, die für das Internet verfasst worden waren und sich inhaltlich mit dem Medium Fernsehen und mit anderen publizistischen Medien auseinandersetzten. Prämiert wurden außerdem Online-Formate und Projekte, die medienübergreifend neue Beziehungen zwischen dem Internet, dem Fernsehen und anderen publizistischen Medien herstellten.
Preisträger des Grimme Online Award 2002 im offiziellen Archiv